Über den Verband

Der Hessische Musikverband e. V., kurz HMV, ist der größte Verband für Blas- und Spielleutemusik in Hessen. Er vertritt über 350 Musikvereine mit mehr als 15.000 aktiven Musikern. Bei der letzten Erhebung waren insgesamt ca. 54.000 Mitglieder im HMV registriert. Die Landesgeschäftsstelle befindet sich seit 2005 in Freigericht-Somborn.

Für seine Mitgliedsorchester bietet der HMV nicht nur umfangreiche Aus- und Weiterbildungsprogramme, sondern auch finanzielle Vorteile, wie Vergünstigungen bei Versicherungen und GEMA-Abrechnungen sowie die Vermittlung von Kreis- und Landeszuschüssen. Auch die Organisation und Betreuung von Wertungsspielen, Landes- und Bezirksmusikfesten und des Tages der Spielleute gehört zum Leistungsspektrum des Verbandes. Der HMV vertritt die Interessen seiner Mitgliedsorchester zusätzlich im Landesmusikrat Hessen und bei der Bundesvereinigung der Deutschen Blasmusikverbände (BDMV) und setzt sich dafür ein, die Vielfalt der hessischen Orchesterlandschaft zu erhalten. Weiterhin ist der HMV Herausgeber der größten hessischen Blasmusik-Fachzeitschrift "Die Hessische Blasmusik".

Zu seinen Mitgliedsorchestern zählen Blasorchester, Spielmannszüge, Fanfarenzüge, gemischte Züge, Schalmeienkorps, Drumbands, Marching Bands, Bigbands, Jagdhornbläser und Musikzüge. Dem HMV gehören sowohl selbständige Musikvereine als auch Musikabteilungen von Vereinen und Verbänden an, wie z. B. aus Feuerwehr- und Gesangvereinen, Heimatvereinen, Jagdgenossenschaften, Karnevalsvereinen, der Kirchenmusik, Kirmesgemeinschaften, Musikschulen, dem Roten Kreuz, Schulen, Tanzsportclubs, Turn- und Sportvereinen, Verkehrsvereinen und Vogelschutzvereinen.

Historie

Zwar wurde der Verband in der heutigen bekannten Form erst am 1. Januar 1995 gegründet, doch beruft sich der Verband auf eine lange Tradition hessischer Musikvereinigungen seit 1954. So entstand der heutige Verband aus dem Zusammenschluss der beiden vorher bestehenden hessischen Verbände, dem Hessischen Blas- und Volksmusikverband e.V. (HBV) und dem Landesmusikverband Hessen e.V. (LMH).

Der Landesmusikverband Hessen e.V. (LMH) wurde am 1. Januar 1969 als Nachfolgeorganisation des Volksmusikverbandes Rhein-Main gegründet. Sein erster Präsident war Ernst Lühmann aus Kelsterbach. Am 8. April 1984 folgte ihm Horst H. Sassik Sen. als Präsident nach, der dieses Amt auch nach dem Zusammenschluss mit dem HBV zum HMV noch bis 2015 innehatte.

Am 30. November 1969 wurde der Hessische Landesverband für Fanfaren-, Spielmanns-, Hörner- und Musikzüge (HLV) mit 16 Mitgliedsvereinen gegründet. Erster Landesvorsitzender war Dieter Krauß aus Gelnhausen. Dieter Krauß wurde 1972 von Helmut Rauch abgelöst, dem wiederum Ludwig Treber aus Hochheim am Main als Erster Landesvorsitzender im Amt nachfolgte. Dieses Amt sollte er bis zur Umbenennung des HLV im Jahr 1982 innehaben. Auf der Delegiertenversammlung 1982 beschlossen die Delegierten den Namen des HLV in Hessische Blas- und Volksmusikverband e.V. (HBV) zu ändern. Die Vorstände selbst wurden dabei nicht gewechselt. Ludwig Treber wurde auch im HBV als Erster Landesvorsitzender wiedergewählt. Dieses Amt sollte er noch bis 1988 ausfüllen. Für diese lange Tätigkeit hat der heutige Verband ihn mit dem Titel „Ehrenpräsident“ geehrt. Nach einigen Turbulenzen im Verband folgte 1990 Hans-Dieter Bremer in das Amt des Ersten Landesvorsitzenden. Auch er sollte dieses Amt bis zum Zusammenschluss mit dem LMH ausüben.

2015 schied Horst H. Sassik sen. nach 31 Jahren aus dem Amt des Präsidenten aus. Sein Nachfolger wurde Christoph Degen.