Covid-19: Informationen

Nachfolgend haben wir für Sie einen kleinen Leitfaden mit häufig gestellten Fragen zusammengestellt. Wir haben ein wichtiges Thema vergessen? Dann informieren Sie uns gern via E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Verein alles Gute bei der Bewältigung der Corona-bedingten Herausforderungen. Für Fragen sind wir selbstverständlich gern für Sie da.

1. Uns sind durch Ausfälle von Konzerten und Festen Ausfälle entstanden, die die Existenz des Vereins bedrohen - welche Hilfsleistungen können in Anspruch genommen werden?

1) Förderprogramm zur Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit
Dieses Förderprogramm ist z.B. zur Deckung von Einnahmeausfällen im ideellen Bereich angelegt. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf gemeinnützige Vereine sind teilweise erheblich und können schnell existenzbedrohend werden, weil Vereine aufgrund des Vereins- und Steuerrechts nicht wie etwa Kapitalgesellschaften Rücklagen bilden, auf die sie in Krisenzeiten zurückgreifen können. Das Programm dient zur Abwendung dieser pandemiebedingten existenzbedrohlichen Engpässe im ideellen Bereich, das heißt es geht hier um die klassische Vereinsarbeit.

Laut der entsprechenden Richtlinie können Mittel beantragt werden, beispielsweise für

  • Nachwuchsarbeit
  • Mieten / Betriebskosten (Wasser, Strom, weitere Nebenkosten)
  • Instandhaltungen
  • Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte (Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung, Sachkosten o.ä.)

Diese Mittel können ab 1. Mai 2020 beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) beantragt werden. Der Antrag ist online abrufbar. Dabei ist zu beachten, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden. Als HMV-Verein sind Sie grundsätzlich förderberechtigt. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/foerderprogramm-zur-weiterfuehrung-der-vereins-und-kulturarbeit

2) Corona Soforthilfe
Wenn Sie im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb laufende Kosten haben, welche die Einnahmen überschreiten, kommt für Sie ggf. auch das Soforthilfeprogramm des Wirtschaftsministeriums in Frage. Ansatzfähig sind hierbei jedoch keine Einnahmeausfälle sondern lediglich Betriebskosten, z.B. durch Personalkosten, Energiekosten für das Vereinsheim, etc.. Die Antragstellung läuft über das Regierungspräsidium Kassel. Weitere Informationen finden Sie unter https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe sowie unter https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/soforthilfe/soforthilfe-fuer-selbststaendige-freiberufler-und-kleine-betriebe

2. Wann kann der Probenbetrieb wieder aufgenommen werden?

Bis auf Weiteres darf der Probenbetrieb bis Anfang Mai nicht stattfinden. Sobald sich die Situation ändert, werden wir an dieser Stelle und über die bekannten Kanäle umgehend informieren.

3. Darf ich den Lohn von Dirigent*innen ohne Arbeit fortzahlen?

Unsere Dirigenten sind ein wichtiger Motor für den musikalischen Erfolg des Musikvereins. Durch Covid-19 sind Dirigent*innen häufig von massiven Einkommenseinbrüchen betroffen. Wir empfehlen daher, in dieser Krisenzeit solidarisch zu den Dirigent*innen zu stehen. Allerdings dürfen Dirigent*innen nur für erbrachte Arbeit Lohnfortzahlungen erhalten. Daher empfehlen wir, die Verträge mit Ihren Dirigent*innen dahingehend zu erweitern, als dass diese nun beispielsweise in der Krisenzeit durch Konzertplanungen, Probenpläne, Literaturarbeit oder Arrangements für den Verein tätig sein können. Dies kommt Ihrem Verein spätestens bei Wiederaufnahme des regulären Probenbetriebes zugute und hilft den Dirigent*innen, diese schwierige Zeit zu überstehen.

Hierzu möchten wir Ihnen folgenden beispielhaften Formulierungsvorschlag an die Hand geben:

Zur Zeit kann der Dirigentenbetrieb und Probenbetrieb nicht aufrechterhalten werden. In dieser Zeit sind die Tätigkeiten der Dirigentin*des Dirigenten auf Erarbeitung von Probeplänen, Literaturarbeit und Arrangements für den Verein, sowie Konzertplanungen verlagert. Die vereinbarte Vergütung wird daher weitergezahlt, da die Leistung der Dirigentin*des Dirigenten in anderer, zuvor beschriebener, Form als erbracht gilt.

4. Wie verhält es sich mit GEMA-Zahlungen, wenn wir digitale Konzerte geben oder Videos produzieren?

Musik auf der eigene Homepage / Website
Die GEMA hat sich entschlossen, für die Zeit in denen keine echten Konzerte durchgeführt werden können, die Nutzung von urheberechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen des Streamings über die eigenen Websites durch die bestehenden Pauschalverträge als abgegolten zu betrachten. Die Art der Musikwiedergabe, live oder Tonträger, ist dabei unerheblich. Eine Meldung muss aber nach wie vor, gemäß des Pauschalvertrages, erfolgen. Bitte geben Sie dabei an, dass es sich um ein Streaming handelt. 

YouTube / Social Media Plattformen
Das Hochladen von urheberrechtlichen geschützten Musikwerken auf diesen Plattformen sowie das Streaming oder Downloaden dieser Werke, ist über die bestehenden Verträge mit den entsprechenden Betreibern abgegolten. Auf Ihre Vereine kommen somit keine weiteren Kosten zu.

Musik zum Downloaden zur Verfügung stellen
Wenn Videos oder ähnliches „produziert“ werden (späteres Downloaden), müssen die Benutzungsrechte Syncrights https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronisationsrecht von den Rechteinhabern eingeholt werden. Sollten diese dann auf die eigene Homepages gestellt werden, erfolgt die Lizenzierung für die öffentliche Wahrnehmbarmachung nach dem Tarif VR-OD 10 über die GEMA. Den Tarif finden Sie hier:
https://www.gema.de/musiknutzer/tarife-formulare/tarif-vr-od-10/
Das heißt, dass diese Art der Musiknutzung gemeldet werden muss und nicht unter den Pauschalvertrag fällt.